Burgund – Pinot noir und Chardonnay Jahrgang 2017

Wie sind Pinot noir und Chardonnay 2017 im Burgund gelungen?

Wetter und Weinberg
Das Wetter im Frühjahr und Sommer 2017 war relativ warm und förderte das Wachstum und die Reife der Trauben: Der Entwicklungsverlauf der Reben profitierte vom sommerlichen Frühjahr und hielt diesen Vorsprung bis zur Lese. Während des Sommers wechselten häufig brütend heiße Perioden mit Regenfällen ab, dennoch verlief die Reife in einem guten Rhythmus.
Bereits Ende August, etwa zwei Wochen früher als normal, konnten die ersten Trauben gelesen werden. Entsprechend der Reifung in den einzelnen Weinbergen dauerte die Lese bis Mitte September.
Nach Jahren mit schwierigen Klimabedingungen und geringer Traubenausbeute brachte 2017 im Burgund endlich wieder eine nahezu normale Erntemenge. Die Winzer sind besonders über ihre Pinot noirs glücklich, die Ausnahme-Qualitäten erbrachten.
Bereits frühe Degustationen haben sich nicht getäuscht und beurteilen den Jahrgang einhellig als typisches Beispiel für die legendäre burgundische Eleganz.

Degustationsnotizen Chardonnay 2017

Chardonnay der Côte de Beaune
Insgesamt sind die Chardonnays der Côte de Beaune von erstklassiger Qualität. Sie präsentieren sich mit Aromen von Agrumen, Birne, Pfirsich sowie Aprikose. Am Gaumen erscheinen sie üppig, dennoch wunderbar ausgewogen und enden mit einem trockenen Akzent. Diese 2017er Weine eignen sich besonders zum Lagern.

Chardonnay der Côte Chalonnaise
Auch in der Côte Chalonnaise sind 2017 Chardonnays von großer Qualität und Lagerpotenzial entstanden, wobei Unterschiede zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil auszumachen sind. Weine aus dem nördlichen Teil der Côte Chalonnaise bestechen mit ihrer Klarheit und Eleganz. In den dichten Aromen liegt eine gewisse Spannung, die den Wein interessant und verführerisch machen. Im Süden sind die Weißweine weich und verschwenderisch mit ihren Aromen von vollreifen, weißen und gelben Früchten.

Degustationsnotizen Pinot noir 2017

Pinot noir der Côte de Beaune
Der Wetterverlauf ließ die Trauben wunderbar ausreifen: So können die Weine sich mit einer außergewöhnlich intensiven Fruchtigkeit präsentieren: Vollreife rote Früchte und dunkle Beeren, die von angenehmen Gewürznoten begleitet werden. Am Gaumen sind diese Aromen sorgfältig mit den weichen Tanninen ausbalanciert. Dieser sehr gute Jahrgang kann bereits jung genossen werden oder auch noch einige Jahre reifen.

Pinot noir der Côte Chalonnaise
Leichte Verrieselung an den Rebstöcken reduzierte die Traubenmengen 2017 in diesem Gebiet. Die Weine sind daher ausgesprochen konzentriert und tief dunkel. Der geschmackliche Eindruck ist phänomenal, dicht und von reifen dunklen Beeren geprägt. Diese fügen sich wiederum perfekt in ein feines Netz von ansprechenden Tanninen. 2017 ist in der Côte Chalonnaise ein herausragender Jahrgang mit großem Lagerpotenzial.

Pinot noir der Côte de Nuit
Die Weine 2017 sind äußerst aromatisch: im Vordergrund stehen florale und fruchtige Anklänge. Sie sind klar und von außergewöhnlicher Eleganz. Am Gaumen spürt man die perfekte Balance. Die Struktur ist eher zart und wird von feinen Tanninen unterlegt, doch zeigt sie große Länge. Insgesamt sind das beste Voraussetzungen für eine interessante Entwicklung mit den Jahren.

Text erstellt auf Grundlage der Informationen der Association des Grands Jours de Bourgogne, 12 boulevard Bretonnière, 21204 Beaune.
Übersetzung von Karin Weber

Datum: 27.03.2019
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